7.45 Uhr / Nebel, 0.1° C Der Youtube-Clip des Tages: Judie Tzuke mit While she sleeps
Fussball
FC Erzgebirge Aue - FC St. Pauli 0:2 (0:2) Freitagabend, Sparkassen-Erzgebirgsstadion, 8700 Zuschauer 8. Bartels 0:1, 25. Gregoritsch 0:2 Die Besten bei St. Pauli: Buchtmann, Kringe, Bartels
Keine Haue in Aue!
Mit einer gegenüber dem Kölle-Spiel stark verbesserten Leistung kamen die Braunweissen im verschneiten Erzgebirge zu einem ungefährdeten und verdienten Vollerfolg.
Den Grundstein legten sie in der ersten halben Stunde, wo sie mit aufsässigem Spiel dafür sorgten, dass Wismut nie in die Gänge kam.
Schon fast Prädikat Weltklasse hatte der Führungstreffer von Bartels: Auf einen herrlichen, steilen Pass von Schachten nahm der bedrängte Bartels den Ball lehrbuchmässig an und zirkelte ihn von links ausserhalb des Strafraums genial ins gegenüberliegende Lattenkreuz. Fantastisch.
Auch beim 2. Treffer der Totenköpfe war Bartels der eigentliche Initiator. Bei einem schnellen Vorstoss spielte er den Ball klug zum gut mitgelaufenen Gregoritsch, der nur noch seinen Fuss hinzuhalten brauchte.
Danach war das Spiel eigentlich schon gelaufen.
Die Kiezkicker kontrollierten das Geschehen weitgehend, wobei vor allem das Mittelfeld diesmal ungemein viel rackerte. Kamen die Auer dann doch einmal gefährlich vors Tor, war diesmal Tschauner wieder ein sicherer Rückhalt. Letztes Mal flop, heute top! Die Verteidigung spielte solide, einzig Mohr machte bei einigen Aktionen einen eher unglücklichen Eindruck. Für den in den ersten Minuten gegen ihn gepfiffenen Elfer kann er allerdings nichts: Ein krasser Fehlentscheid des auch sonst unsicheren Schiris. Mohr hatte den gegnerischen Stürmer im Strafraum abgedeckt, ohne ihn allerdings auch nur im Geringsten zu berühren. Ausgleichende Gerechtigkeit: Sylvestr schoss den Penalty so schwach, dass Tschauner keine Mühe hatte, ihn sicher zu halten! Mann des Spiels, vor allem in der ersten Halbzeit, war diesmal sicher Bartels, der in allen Belangen zu überzeugen wusste. Sein österreichischer Offensivpartner Gregoritsch hingegen wurde, ausser bei seinem Tor, allerdings kaum wahrgenommen. Für den Lacher des Abends sorgte in diesem Zusammenhang der Sky-Kommentator, der Gregoritsch als Kandidaten für die Nationalmannschaft Oesterreichs bezeichnete... Dafür muss dann in der 2. Bundesliga doch ein wenig mehr kommen, als in diesem Match.
Mit diesem Sieg ist St. Pauli, zwischenzeitlich am Freitagabend, bis auf den 4. Tabellenplatz vorgesprungen, nur 2 Punkte hinter dem Leader aus Köln, der am Samstag den FSV aus Frankfurt empfängt.
Die Teams bis Platz 10 sind punktemässig so nah beieinander, dass die Rangliste nach jedem Spieltag wieder ziemlich über den Haufen geworfen werden kann. Aber das sorgt doch zumindest für viel Spannung in der Liga!
8.30 Uhr / Nebel, -4.1° C Der Youtube-Clip des Tages: Los Campesinos mit Avocado, Baby!
Mein Video des Jahres 2013!
Fussball
FC Winterthur - FC Biel 1:0 (0:0) Montagabend, Schützenwiese, eisig kalt, 1500 Zuschauer 90. Schuler 1:0 Die Besten beim FCW: Sereinig, Radice, D'Angelo
Siegestreffer in der letzten Minute...
Im letzten Heimspiel vor der Winterpause machte der FCW seinem Trainer, Boro Kuzmanovic, noch ein schönes Geburtstagsgeschenk zum 51.!
In einem Spiel, dass meist im Mittelfeld dahinplätscherte, gelang den Löwen ein nicht mehr erwarteter Sieg. Torchancen sah man in den 90 Minuten eigentlich nur eine: In der ersten Halbzeit vergab diese ein Bieler Stürmer 5 m vor dem leeren Scheunentor... Er zirkelte den Ball doch tatsächlich über die Latte. Der FCW hatte sicherlich mehr Spielanteile als die nonchalant spielenden Gäste, aber eben, zu Torchancen kam man trotzdem nicht wirklich.
Die beiden Keeper hatten kaum etwas zu tun und froren wohl gleich jämmerlich wie die nicht eben zahlreichen Fans.
Es war eine frostige, ja fast besinnliche Stimmung auf der Schützi. Meist muksmäuschenstill im Stadion. Man hörte die Anweisungen von Biels Trainer Bidu Zaugg und hin und wieder hustete einer auf der gegenüberliegenden Haupttribüne...
Jetzt folgt am Wochenende noch der Auswärtsmatch beim mittlerweile Tabellenletzten Chiasso (italienische Ex-Nationalspieler sind halt kein Garant für sportliche Erfolge). Mit einem Sieg kann der FCW, wenigstens punktemässig, einigermassen zufrieden in die grosse Pause. Spielerisch besteht allerdings ein riesiger Nachholbedarf.
Viel Arbeit also, in den spielfreien Wochen!
Die beiden Coaches: Geburtstagskind Boro Kuzmanovic und Bidu Zaugg.
Have you ever seen a flying saucer? Playlist November
Schon der 1. Dezember, also noch die November-Playlist einstellen. Neuveröffentlichungen habe ich kaum gehört. Jetzt, gegen Weihnacht, natürlich den Grossmeister Stevens. Dann Nick Cave, hier mit einem schönen Duett mit der immer noch blondierten Debby Harry. Eine gelungene Live-Aufnahme von Sucré, wie immer mit herrlichen Harmonien. Die Gruppe des Monats ist zugleich als meine Gruppe des Jahres gelistet: Es ist die finnische Zweifrau-Indiefolkgruppe Puhti, also darum auch mit zwei Songs. Aus der Abteilung early days diesmal den längst vergessenen Bert Sommer mit einem schönen Lied live (jaja, der war sogar bei Woodstock dabei, aber nicht auf den Filmaufnahmen und den Platten). Und der sonore Dave Bazan musizierte auch diesen Monat oft in meinen Gemächern...
Sufjan Stevens: Opie's funeral song
Blondie Debby Harry und Nick Cave mit Free to walk
11.30 Uhr / stark bewölkt nach Schneefall, 1.7° C Der Youtube-Clip des Tages: Woody mit Always wanted more
Fussball
FC St. Pauli - 1. FC Köln 0:3 (0:2) Freitagabend, Millerntor, 29'063 Zuschauer (ausverkauft) 6. Wimmer 0:1, 28. Helmes 0:2, 79. Gerhardt 0:3 58. Platzverweis Gonther (Notbremse) Die Besten bei St. Pauli: Die Fans
Geissböcke entern das Millerntor!
Man(n) hatte es geahnt: Nach zwei Niederlagen in Folge nahmen die Kölner das Spiel sehr ernst und spielten dementsprechend konzentriert und engagiert. 90 Minuten. Und wenn sie dies tun, sind sie die einzige Mannschaft in dieser Liga, die wirklich Fussball spielen kann. Alle andern Teams bringen es nie über Kampffussball, über biederen kick-and-rush hinaus.
Augenscheinlich wurde das im nachfolgenden Bundesligaspiel zwischen Wolfsburg und dem HSV. In der 1. Liga wird, obwohl es kein gutes Spiel war, richtig Fussball gespielt. Schnell, direkt, Angriffe über mehrere Stationen. Von sowas kann der Zuschauer bei 2.-Liga-Spielen nur träumen.
Aber wieder zum "Spitzenspiel" von gestern Abend: 1.-Liga-tauglich waren, wie immer, die Fans der Braunweissen. Was da vor allem vor dem Anpfiff abgeht, ruft sogar in der fernen Schweiz jedesmal wieder Gänsehautfeeling auf. Ganz grosses Kino.
Obwohl die Totenköpfe sich gegenüber dem zwar gewonnenen, aber fürchterlichen Kick vom vorigen Wochenende, erheblich steigern konnten, waren sie in jeder Phase des Spiels absolut chancenlos. Man kann, ohne übertreiben zu müssen, von einem Klassenunterschied sprechen.
Der Sieg der Geissböcke war, auch in dieser Höhe, hochverdient. Ganz krass war die Ueberlegenheit der Gäste im Mittelfeld. Die Paulianer immer einen Schritt hinterher, mindestens.
Dann die Kiezkicker, in einem Heimspiel (!), wieder nur mit einem "Stürmer". Ich zähle Nöthe eigentlich nicht, weder als Stürmer noch als sonstiger Mitspieler. Aber er hat ja letztes Wochenende das Siegestor geschossen und damit seinen Stammplatz im Sturm bis zum Ablauf seines Vertrages wohl auf sicher.
In der Defensive zitterten sich die überforderten Verteidiger (alle!) über die 90 Minuten. Und weil der diese Saison zum Chamäleon mutierte Tschauner gestern wieder einen Floptag einzog, fehlte auch zuhinterst die nötige Sicherheit.
So endete der Abend ziemlich ernüchternd.
Und wir wissen wieder alle, wo Bartli den Most herholt...
10.00 Uhr / bewölkt, -3.8° C Der Youtube-Clip des Tages: Los Campesinos mit For Flotsam (aus dem neuen Album No Blues)
Fussball
Dartford FC - Barnet FC 0:2 (0:2) Dienstagabend, Princes Park, 801 Zuschauer 19. Marsh-Brown 0:1, 33. Lopez 0:2 Die Bees ohne Davids (angeschlagen)
Wieder in der Erfolgsspur!
Dartford FC? Das Team war mir auch unbekannt. Der Dartford FC ist ein Traditionsclub aus Kent. Gegründet wurde der Verein bereits 1888 vom Dartford Working Men's Club! Die beste Saison des Amateurvereins war 1936/37, als man im FA-Cup bis in die 3. Hauptrunde vordringen konnte.
Zum gestrigen Match: Barnet war in allen Belangen die bessere Mannschaft und hatte schon nach einer halben Stunde mit zwei schönen Goals die Weichen auf Sieg gestellt.
Nach 21 Runden sind die Bees mit 33 Punkten auf Platz 7 wieder an den zu den Aufstiegsspielen berechtigten Plätzen 3-6.
Am kommenden Wochenende ist Pause bevor dann am 7. Dezember zum Rückrundenstart der Dartford FC ins Hive kommt! Gute Chancen also, den Punktestand weiter zu verbessern.