Sonntag, 31. Juli 2016

8.55 Uhr / stark bewölkt, 23.5° C
Die Youtube-Clips des Tages:
Margaret Glaspy singt und spielt



Anthony



Somebody to anybody


Fussball


FC Winterthur - FC Aarau 1:2 (1:1)
Samstagabend, Schützenwiese, 3000 Zuschauer
17. Ciarrocchi 0:1, 20. Radice 1:1, 50. Wüthrich 1:2
Die Besten beim FCW: - (hä?)
Aktueller Tabellenstand des FCW: 10. (von 10)

Noch nicht angekommen!

Auch der zweite Auftritt des neuformierten FCW in dieser Saison bestätigte alle Befürchtungen. Die Mannschaft, zwar willig, aber fussballerisch leider mehr als dürftig, ist noch nicht in der laufenden Saison angekommen.

Wie schon im Startspiel in Zürich muss auch diesmal wieder das Resultat als das Positivste des Matches bewertet werden.

Allzuviel zu berichten gibt es nicht. Das Spiel plätscherte dahin und die Gäste kontrollierten es relativ sicher.


Aussie Rules


Collingwood Magpies - West Coast Eagles 91:72
Samstagnachmittag, MCG, 34'929 Zuschauer
Die besten Torschützen der Maggies: Moore mit 3 und Aish sowie Sidebottom mit 2 Goals
Die Besten bei den Maggies: Adams, Sidebottom, Pendles, Moore, Smith
Aktueller Tabellenstand der Maggies: 12. (von 18)

Unerwarteter Heimerfolg!

Mit einer der besten Saisonleistungen dämpften die Elstern die Hoffnungen der favorisierten Gäste auf einen Top-4-Platz in den Finals vom September.

Die Eagles konnten das erste Viertel noch für sich entscheiden. Im 2. Quarter drehten die Maggies den Match und dank einer ausgeglichenen, starken Mannschaftsleistung konnten sie den Vorsprung in der zweiten Spielhälfte sicher verteidigen.



Video-Highlights


Monash Blues - Fitzroy FC 65:67
Samstagnachmittag, Frearson Oval
Die besten Torschützen bei den Royboys: Stevic und Kyroussis je 2 Goals
Die Besten bei den Royboys: Baker, Long, Gaite, Bisetto
Aktueller Tabellenstand der Royboys: 3. (von 10)

Grosser Sieg gegen den Tabellennachbarn und beste Platzierung in der Premier B seit dem Aufstieg vor 3 Jahren!

Am kommenden Samstag folgt nun aber das Heimspiel gegen den klaren Tabellenführer Beaumaris FC.


Mittwoch, 27. Juli 2016

20.40 Uhr / gewitterhaft, 24.7° C


Musik


Don Juan
Playlist Juli

Bunt gemischt die heutige Hochsommer-Playlist! Der fantastische Son of Dave startet mit unglaublichem Power und einem AC/DC-Cover. Daniel Lanois spielte auch viele Male in meinem Wohnzimmer. Nach ihm, aus der Rubrik early days, eines meiner Allzeit-Lieblingslieder Tupelo honey. Indie-Sängerin Amanda Palmer feiert Premiere im Blog und nach ihr, aus der Rubrik World Music, ein schöner Song vom Playing for change-Projekt. Der Musiker des Monats ist diesmal Meiryl Jones aus Wales, darum zwei Lieder von ihm.
Den Abschluss macht der früh verstorbene Thomas Hansen, aka St. Thomas, aus Norwegen. Play it again, Thomas!


Son of Dave mit Whole Lotta Rosie


Daniel Lanois mit Shine


Van Morrison mit Tupelo honey


Amanda Palmer mit Machete


Playing for change mit Three little birds


Meilyr Jones mit Don Juan


Meilyr Jones mit All is equal in love


St. Thomas mit The red book


Dienstag, 26. Juli 2016

7.35 Uhr / stark bewölkt, 19.7° C
Der Youtube-Clip des Tages:
John Doe mit A little help (live)



Fussball


Meisterschaftsstart!

FC Zürich - FC Winterthur 2:0 (1:0)
Montagabend, Letzigrund, 13'704 Zuschauer (!), 
2000 FCW-Fans, 40 davon mit dem Fahrrad "angereist"
12. Rodriguez 1:0, 82. Sadiku 2:0
Aktueller Tabellenstand des FCW: 9. (von 10)

Ehrenvolle Niederlage gegen den Absteiger!

Vor fast 14'000 Fans (vor wie vielen Jahren hat der FCW letztmals vor einer solchen Kulisse gespielt? Es müssen Jahrzehnte her sein.) zog sich der FCW wenigstens resultatsmässig gut aus der Affäre.

Mit einem fast auf allen Positionen neu besetzten Team waren die Löwen dem Ligakonkurrenten aber in allen Belangen unterlegen. Erst in den Schlussminuten konnten sie auch noch ein wenig mitspielen...

Das Schussverhältnis von 21:4 sagt alles aus, über die Dominanz des den sofortigen Wiederaufstieg anstrebenden FCZ.

Der FCW schoss erst in der 74. Minute erstmals aufs FCZ-Tor.

Einen aufschlussreicheren Eindruck des neuen Teams wird man dann am Heimspiel vom Samstag, gegen Aarau, bekommen. Wir sind gespannt...




Montag, 25. Juli 2016

8.20 Uhr / stark bewölkt, 21.3° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Mason Jennings mit Ulysses




Aussie Rules


Collingwood Magpies - North Melbourne Kangaroos 84:124
Freitagabend, Etihad, 36'041 Zuschauer
Die besten Torschützen der Maggies: je 2 Goals von Blair, Moore, White, Sidebottom
Die Besten bei den Maggies: Sidebottom, Adams, Grundy, Pendles, Treloar
Aktueller Tabellenstand der Maggies: 12. (von 18)

Auch von den Kangas eingeteilt!

North machte schon im 1. Viertel alles klar und verwaltete den Vorsprung sicher.

Ärgerlich das übliche Spielerbashing von Coach Buckley im TV-Interview nach Spielschluss.
Er, als Coach, versteht es nicht, die Spieler vorwärts zu bringen und zu motivieren.
Es ist seine 5. Saison und die Platzierung zu Saisonende war bislang jedes Mal (!) schlechter als im Vorjahr.

Zeit für einen Neuanfang! Auf den Wooden Spoon hat niemand Lust...



Video-Highlights


Fitzroy FC - St. Bedes/Mentone Tigers AFC 67:55
Samstagnachmittag, Brunswick Street Oval
Der beste Torschütze der Royboys:Doherty mit 2 Goals
Die Besten bei den Royboys: Lambert, Brown, Doherty, Baker
Der aktuelle Tabellenstand der Royboys: 5. (von 10)

Toller Sieg gegen den Tabellenzweiten!



Sam Baker wurde für sein 150. Spiel für die Royboys geehrt!

Und: 
Das letztes Jahr neu gegründete Frauenteam gewann den Hipster-Cup!
Congratulations, Roygirls!





Dienstag, 19. Juli 2016

19.55 Uhr / schön, 31.7° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Fink mit Yesterday was hard on all of us



Aussie Rules


Nachtrag vom Wochenende

Adelaide Crows - Collingwood Magpies 97:69
Samstagabend, Adelaide Oval, 50'012 Zuschauer
Die besten Torschützen bei den Maggies: Cloke, Greenwood und Crisp je 2 Goals
Die Besten bei den Maggies: Grundy, Pendles, Treloar, Sinclair, Crisp
Aktueller Tabellenstand der Maggies: 12. (von 18)


Video-Highlights


Old Brighton Grammarians - Fitzroy FC 96:77
Samstagnachmittag, Brighton Beach Oval
Der beste Torschütze bei den Royboys: Stella mit 2 Goals
Die Besten bei den Royboys: Symons, Angiolella, Lambert und Davie
Aktueller Tabellenstand der Royboys: 5. (von 10)


Samstag, 16. Juli 2016

12.30 Uhr / bewölkt, 19.4° C


Musik


Wussy
Cincinnati, Ohio; USA

Indie-Rock, Indie-Folk



Ceremony (live Juli 2016)



Halloween



North Sea Girls



Little paper birds



Asteroids



Crooked



Sun giant says Hey



Airborne


Donnerstag, 14. Juli 2016

19.00 Uhr / Regenschauer, 15.2° C


Musik / Das Album


Molina & Johnson
Jason Molina und Will Johnson

Kanada 2009

Die beiden Indie-Folker nahmen leider nur dieses eine, grossartige Album zusammen auf.



Almost let you in



Twenty cycles to the ground



Don't take my night from me



The lily and the brakeman



What you reckon, what you breathe


Dienstag, 12. Juli 2016

19.25 Uhr / Regen, 18.3° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Buddaheads mit Shake my system down




Fussball


In der fussballosen Zeit der Meisterschaftspausen einige Impressionen "meiner" Teams.
Heute:

Barnet FC: Over the years



We are the Bees!



1983-1989: Nicky Evans
Der Superstürmer schoss in 248 Spielen 133 Tore für die Bees!



1978-1993: Barry Fry
Der umtriebige Coach führte den Club durch sportlich und finanziell turbulente Zeiten.



1990: Match-Programm



2000-2001: Tony Cottee
Der frühere englische Nationalstürmer spielt eine Saison für die Bees (9 Tore).



2012-2014: Edgar Davids
Der frühere Weltklassespieler von u.a. Milan, Juve, Ajax und Barcelona, holländischer Nationalspieler, kann als Spielertrainer verpflichtet werden. Der Pitbull avanciert zum Schiedsrichterschreck und wird in 36 Spielen achtmal (!) vom Platz gestellt...




1907-2013: Im altehrwürdig heimeligen Underhill spielten die Bees über 100 Jahre.
Das baufällige Stadion wurde von der FA nicht mehr zugelassen, ein Umbau wurde von der Kommune abgelehnt.



2013- 
Der Barnet FC spielt nun im neugebauten The Hive im benachbarten Edgware.



2010-2012: Izale Izzy McLeod
Mein Allzeitlieblingsspieler der Bees schoss in 73 Spielen 32 Tore.
Izzy spielt aktuell beim Ligakonkurrenten Notts County!


Auf ein Neues!


Montag, 11. Juli 2016

21.45 Uhr / stark bewölkt, 24.8° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Dave Basan mit Please Baby, please (live)




Aussie Rules


Greater Western Sydney Giants - Collingwood Magpies 93:125
Samstagnachmittag, Spotless Stadium, 13'483 Zuschauer
Die besten Torschützen der Maggies: Cloke mit 4 und White mit 3 Goals
Die Besten der Maggies: Grundy, Adams, Cloke, Sidebottom,Treloar
Aktueller Tabellenstand der Maggies: 11. (von 18)

Spielen und spielen lassen!

Die Sydney Suburbians starteten vehement und lagen nach dem ersten Viertel mit 
24 Punkten vorn.

Dann war es aber vorbei mit der Giants-Herrlichkeit, die Elstern drehten das Spiel und führten zur Halbzeit mit 18 Punkten.

Die letzten beiden Viertel liessen sich die beiden Teams viel Freiraum, was zu vielen Goals auf beiden Seiten führte.

Cloke ist wieder ganz der Alte, er machte ein Superspiel. Er schoss nicht nur am meisten Tore, nein, er erreichte auch am zweitmeisten Punkte bei den Disposals!

Leider verletzte sich Fasolo wieder an der Schulter...



Video-Highlights


Fitzroy FC
spielfrei

Nächster Match der Royboys: Samstagnachmittag, 14.00 Uhr, im Brighton Beach Oval
gegen Old Brighton (8.).


Samstag, 9. Juli 2016

9.20 Uhr / bewölkt, 21.7° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Son Little mit The river



Fussball


In der fussballosen Zeit der Meisterschaftspausen einige Impressionen "meiner" Teams.
Von der Altvorderenzeit bis heute. Heute:


FC Winterthur: Over the years


Sali zäme!


1916/17: Letztmals Schweizer Meister


1968: Der unterklassige FCW qualifiziert sich für den Cupfinal!
Platzsturm auf der Schützi nach dem 2:1 Halbfinalsieg gegen Biel.


1968: Cupfinal im Berner Wankdorf.
Unglückliche 1:2 Niederlage gegen Lugano.


1967-1971: Friedhelm Timo Konietzka
Timo machte aus der mittelmässigen Nati-B-Mannschaft als Spielertrainer eine Schweizer Spitzenmannschaft. Aufstieg und Cupfinal!


1967-1975: Max Mannix Meili
Publikumsliebling Mannix war wichtiger Bestandteil der damaligen Wundermannschaft.


1971-1974: Eigil Nielsen. 
Der geniale dänische Mittelfeldstratege war mit Abstand der beste und grossartigste Fussballer, der zu meinen Lebzeiten auf der Schützi gespielt hat.
Ich verneige mich heute noch tief, Eigil!


1971/72: Bora Milutinovic spielte eine (halbe) Saison für den FCW.
Er trainierte in der Folge die Nationalteams von Mexico, Costa Rica, USA, Nigeria und China und qualifizierte sich mit allen für die jeweilige WM!


1981-1984 und 1986-1988: Sepp Roth
Der lange, schnelle Flügelstürmer Sepp Roth war in den ereignisarmen 80ern eines der wenigen Highlights auf der Schützi. Mit seiner eigenwilligen Spielweise sorgte er für viele Emotionen.


2001-2016: Hannes W. Keller.
Der Physiker und Unternehmer rettete 2001 den von der damaligen üblen Führungsriege abgewirtschafteten FCW mit einer Zahlung von 2 Millionen vor dem Konkurs.
Er amtete ab diesem Zeitpunkt als Präsident und deckte die jährlichen Kosten des Vereins.
Lange angekündigt, hat er sich jetzt zurückgezogen. 
Ein herzliches Dankeschön für den Erhalt unseres FCW!


Auf ein Neues!


Freitag, 8. Juli 2016

21.15 Uhr / bewölkt, 26.3° C


Musik


Lieblingslieder (104):

Omie Wise
American Traditional

Omie (Naomi) Wise (1789-1808) war ein vielbesungenes, mausarmes schwangeres Mädchen, das von ihrem Freund John Lewis zu einem Fluss gelockt und ertränkt wurde, damit sich dieser einer neuen Liebe zuwenden konnte.

Das Lied wird und wurde von unzähligen bekannten und unbekannten Musikern gespielt.



Okkervil River / aus ihrem Album Julie Doiron/Okkervil River, USA 2003



Grossmeister Jason Molina / Live-Aufnahme von 2007, nicht auf CD erhältlich


Oh gather round people, I'll tell you no lies,
How John Lewis did murder poor little Omie Wise.
He told her to meet him at Adams' Spring.
He would bring her money and other fine things.

So, fool-like she met him at Adams' Spring.
He brought her no money, no other fine things.
He brought her no money, but flattered his case,
"We will go get married, there will be no disgrace."

"John Lewis, John Lewis, please tell me your mind,
Do you intend to marry me or leave me behind?"
"Little Omie, little Omie, I'll tell you my mind,
My mind is to murder you and leave you behind."

"Have pity on my unborn child, spare me my life,
I'll go and I'll admit that I was never your wife."
But he kicked her and choked her and turned her around:
Held her under deep water where he knew that she would drown.

Little Omie was missing they all did well know,
And hunting for her to the river did go.
And there found her floating on the water so deep,
Which caused all the women to sigh and to weep.

The neighbours they came for to see the great sight,
While she lay a'floating on the water all night.
So gather around people and I told you no lies,
How John Lewis did murder Naomie Wise.



Donnerstag, 7. Juli 2016

19.25 Uhr / schön und schwül, 28.7° C
Der Youtube-Clip des Tages:
The Dandy Warhols mit STYGGO (Single, März 2016)



Fussball


In der fussballosen Zeit der Meisterschaftspausen einige Impressionen "meiner" Teams. 
Von der Altvorderenzeit bis heute. Zum Start:


FC St. Pauli: Over the years


1945: Harald Stender, Mitglied der 2010 gewählten Jahrhundertelf.
Spielte von 1933 als Junior bis 1960 für St. Pauli.


1987/88: Mit Jungtrainer Helmut Schulte steigt St. Pauli in die Bundesliga auf!


1995: Verteidiger Holger Stanislawski steigt mit St. Pauli in die Bundesliga auf.
Stanislawski spielte 1993-2004 am Millerntor. Er trainierte den Club erfolgreich 2006-2011


2002: Im Februar schoss Paradiesvogel Nico Patschinski die Bayern aus München ab und machte die Kiezkicker zum Weltpokalsiegerbesieger!


2003: Schlangenfranz Gerber beim Pokalspiel St. Pauli-VfB Lübeck.
Er spielte von 72-74, von 76-78 und von 86-88 für St. Pauli.
Trainiert hat er den Club von 2003-2004


2015: Ewald sammelt die Trainingsbälle ein...


Auf ein Neues!



Dienstag, 5. Juli 2016

8.55 Uhr / schön, 21.2° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Jeff Buckley mit Sweet thing (Van-Morrison-Cover)




Aussie Rules


Carlton Blues - Collingwood Magpies 45:57
Samstagabend, MCG, 56'157 Zuschauer
Die besten Torschützen bei den Maggies: Grundy und Blair je 2 Goals
Die Besten bei den Maggies: Pendles, Grundy, Reid, Goldsack, Sidebottom
Aktueller Tabellenstand der Maggies: 11. (von 18)

Sieg gegen den Erzrivalen!

Saisonhöhepunkt für die Elstern: In einem zähen Kampfspiel mit äusserst wenig Toren konnten die Blues knapp geschlagen werden...



Video-Highlights


Fitzroy FC - Hampton Rovers AFC 156:52 (!)
Samstagnachmittag, Brunswick Street Oval
Der beste Torschütze der Royboys: Turner mit 7 Goals, bravo!
Die Besten bei den Royboys: Turner, Gaite, Ligris, Angiolella
Aktueller Tabellenstand der Royboys: 4. (von 10)

Kantersieg und Vorstoss auf einen Finalplatz!

Wer hätte das gedacht, nach dem desaströsen Saisonstart mit 4 Niederlagen in Folge...

Wie letztes Jahr haben sich die Royboys im Laufe der Regular Season stark gesteigert.



kurzes Video des Hampton-Staff (zeigt leider nur Aktionen der Rovers...)




Samstag, 2. Juli 2016

13.25 Uhr / leichter Regen, 20.3° C
Der Youtube-Clip des Tages:
The Felice Brothers mit Sell te house




Literatur


Silvia Tschui

Jakobs Ross
Roman. Verlag Nagel & Kimche, Zürich, 2014


Magischer Realismus am Finstersee

Wenn die Sehnsucht sie packt, nicht nach einem Zuhause, denn das hatte sie nie, wenn das Fernweh sie packt, wenn sie lieber in Florenz und an der Musikakademie wäre, wenn sie lieber für Menschen singen und geigen würde, als in einem dreckigen Kuhstall zu hocken und nur die Kühe als Publikum zu haben: Dann singt Elsie das herzzerreissende Lied «vom Blüemlitaler Bauern, wo vor Heimweh in der Fremde verräblet». Ihr Heimweh ist die Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben, nach einem Leben mit Musik, und möchte es auch dann noch ein armes Leben sein, so wäre es immerhin ein erfülltes Dasein.

Von der Magd Elsie erzählt Silvia Tschui in ihrem Romanerstling «Jakobs Ross», sie erzählt davon, wie Elsie erst mit ihrem Gesang die Tochter des Hausherrn entzückt, wie sie fortan auf einer Geige die Kraft und die Macht der Musik entdeckt und von einer Ausbildung an der Akademie in Florenz zu träumen beginnt. Und Silvia Tschui schildert die furchtbaren Wendungen, die diese Lebensgeschichte nimmt: Wie Elsie von dem Hausherrn geschwängert, wie sie mit dem Rossknecht auf einen abgelegenen Pachthof am Finstersee abgeschoben und aus allem herausgerissen wird, was ihr lieb ist und eine lichtere Zukunft versprechen mag.

Aber Silvia Tschui breitet ihre Geschichte nicht konventionell und schön der Reihe nach aus: Sie springt mutig vor und zurück, sie beschleunigt und verlangsamt, wie es die Ereignisse gerade erfordern, und gelegentlich erzählt sie die verschiedenen Stränge ihrer Geschichte simultan und nebeneinander, als sei ihr Text eine doppelt belichtete Fotografie. Das schafft eine enorme dramatische Verdichtung und atmosphärische Spannung, die freilich noch unterstrichen wird von einer dialektal gefärbten Sprache, die sich wohl zu gleichen Teilen von Gotthelfs geduckten Kleinbauern wie von Tim Krohns aufsässigen Glarner Berglern herleitet.

Das erfordert zu Beginn einiges an Konzentration, denn erst stolpern Auge und Zunge über die vielen «Flättere» (Ohrfeigen), oder wenn wieder einmal jemand «ebig» (ewig) wartet. Doch alsbald liest sich diese dialektale Kunstsprache, als hätte man nie etwas anderes gekannt, und sie hinterlegt die dramatisch wechselnde Farbigkeit dieses Romans, die bald düster grau, bald giftig rot und nur selten freundlich hell erscheint, mit einem urwüchsig erdigen Timbre, das nun seinerseits die Musik als das eigentliche Zentralmotiv des Romans begleitet und mit Wortklängen geradezu vertont und umspielt.
Wohl ist es allein dieser ungewohnten sprachlichen und klanglichen Virtuosität zu danken, dass man Elsies Unglücksgeschichte so gebannt wie gleichsam mit doppeltem Blick liest, indem einerseits die rasante und überraschungsreiche Handlung verfolgt und anderseits über die ungewohnten Schriftbilder die Musikalität dieser Prosa erhört wird. Denn Silvia Tschui erspart dieser Elsie und ihren Nächsten (wie freilich auch den Leserinnen und Lesern) kaum eine Grausamkeit: Vergewaltigung, Vertreibung, Abtreibung, Schläge und schliesslich, nach einem stürmischen Liebesabenteuer mit einem Jenischen, eine veritable Verfluchung.

Die 1976 geborene Autorin zeigt bereits mit ihrem Debüt, dass sie ihr Metier versteht. Sie hat am Bieler Literaturinstitut studiert und arbeitet heute als Journalistin in Zürich. In ihrem Roman zeichnet sie ein genaues Sittenbild dieser verarmten Bauernwelt am Finstersee (in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) und zieht mit märchenhaften Elementen einen doppelten Boden in diesen opulenten Realismus. Gewiss neigt sie da und dort zu übertriebener Folklore (etwa wenn sie die Gegenwelt der Fahrenden ausmalt oder die dumpfen Bauerntölpel porträtiert). Und nach all dem Unglück in dem Buch mag der melodramatische, ja sentimentale Schluss vielleicht etwas aufgesetzt und auch konstruiert wirken.

Doch der Roman ist auch und vor allem eine Hommage an die magische Kraft der Musik, die – wie es hier wiederholt ganz elementar dargestellt wird – das eigene Leben und das Dasein anderer verändert. Und mit der Musik feiert das Buch darum auch die eigene Kunst: Denn wie die Musik weitet die Sprache Denkräume und Vorstellungsräume. Dieser Roman macht es auf so erfinderische wie aufregende Weise.    Roman Bucheli. NZZ


Leseprobe

Das Elsie kriegt eine Flättere!

Ja, wenn das Elsie das Lied vom Blüemlitaler Bauern, wo vor
Heimweh in der Fremde verräblet, nur wieder einmal in einem
Salong singen und fidlen könnte, anstatt in diesem Finsterseer
Chuestall nur das Rösli und das Klärli mit je einer Hampflen
Heu in der Schnörre als Publikum zu haben! All den feinen Herren
würd ob der traurigen Geschichte das Augenwasser nur so
heraussprützen. Und am Schluss täten alle klatschen, und das
Elsie wüsste, sie wär jetzt eine gemachte Frau.
So wie das eben hätte sein sollen, denkt sie beim Melken, mit
zwei feuerroten, vom Jakob links und rechts frisch geflättereten
Backen. Wenn sie den Jakob trotz allem nicht gehüratet hätte,
sondern halt auf eigene Faust nach Floränz gezogen wäre. Zu
Fuess und villicht sogar mit der Kutsche und später villicht bis
ans Meer.
Das hat das Elsie einmal auf einer gemalten Postkarte gesehen,
die hat ihr ein Herrschaftsfrölein mit Bernsteinaugen und
einem Herz wie aus Butter gezeigt. Da kann der Zürisee also
einpacken. Und wenn der Fabrikdiräkter nicht so eine hinterfotzige
Sau gewesen wäre, wär sie mitsamt dem Herrschaftsfrölein
mit dem Butterherz und den Bernsteinaugen den ganzen Weg
in der Kutsche nach Floränz gefahren.
Öppen acht Jahre vorher, da steht nämlich das Elsie im grössten
von allen Herrenhäusern in Wädiswil in der Küche. Singen
tuet sie auch, aber dermal eben als Chind. Und die roten Backen
kommen von einer Gluet beim Chämi. Dort schmelzt das Elsie
Wachs in einem grossen Topf. Das riecht derart nach Bienen und
Honig, dem Elsie ist zuerst der Goifer im Maul zusammengeloffen,
und jetzt ist es ihr schlecht ob dem ebigen Wachsgeruch, und
der Arm gheit ihr fast ab vom Rüehren, und zum den Takt Halten
singt sie: Vom Flügen und vom Tau. In den Wachs kommt
nachher Asche, zwei Liter auf fünf, und am Schluss Regenwasser,
acht Liter auf fünf, und das Elsie singt von Feuer und Wolken.
Dann kommt der Topf an einen Haken, ohne Gluet darunter,
und das Rüehren wird noch strenger, weil das Elsie während
dem Kallen die Wachsseife zusammenhalten muess, und sie kann
nur hoffen, dass in dem Moment an keinem von den Glockensträngen,
wo aus verschiedenen Zimmern in der Küche zusammenlaufen,
das Glöggli schellt, weil dann das Elsie unterbrechen
müesst und das Frölein Furrer suechen oder sonst ein Meitli, je
nach dem.
Wenn alles fest ist, fängt der Chrampf erst an: Dann schabt
das Elsie die Wachsseife in Tiegel, holt Lumpen, bindet Filzli um
die Knie und fängt an zu bohneren. Wenn sie amigs fertig ist mit
all den Zimmern, kann sie grad zuoberst wieder anfangen.
Das Elsie bohneret gern, das Holz von den Parkettböden
glänzt goldig, als ob es da noch öppis Weiches gäbe hinter der
schimmernden Oberfläche. Und wenn das Elsie poliert, werden
die glatten Bretter unter dem Streichlen vom Elsie tatsächlich
warm und fangen an, Geschichten zu verzellen, die wachsen durch
den Lumpen duren bis in ihren Bauch und steigen in ihr Herz,
und sind sie erst an Lunge und Zunge vorbei, sind die Geschichten
wie von selbst zu Wörtern und Melodien geworden.
Im Studierzimmer vom Diräkter mit dem Eichenboden singt
sie vom Sterben und davon, wie so ein Eichenast nach Saft schreit,
wenn ein Strick um ihn geschlungen wird, und Glieder nach Luft,
wenn so ein Hals am säbigen Strick hänkt. Öppendie handlen
die Lieder aber auch nur vom Wachsen, vom Regen oder davon,
was die Elstere Glänziges im Baum versteckt und warum in
einem anderen Wald drum ein Mann an einer Eiche verräblet.
Dem Elsie ist in dem Herrschaftshaus wohl, ausser wegen
dem Sticken und Flicken, wo die Mägde am Abig noch müessen.
Das hasst das Elsie, ihr geraten immer die Hohlsäume durenand,
und dann gibt es Chopfnüss, genauso wie wegen der Singerei.
Öppendie schletzt nämlich das Frölein Furrer die Tür auf und
zischt, sie heig dem Elsie schon hundertmal gesagt, sie solle mit
der Singerei aufhören, die Herrschaft well sicher ihre Rueh.
Dann muess das Elsie die Handrücken ausstrecken und warten,
bis ihr das Frölein Furrer mit einem tünnen Holz rechts und
links eins über die Knöchel haut. Und amigs gibt es eben auch
eine Chopfnuss, das ist, wenn das Elsie in einem Gang bohneret
und vor sich hin singt und es für das Frölein Furrer keine Tür zum
Schletzen gibt. Chopfnüss findet das Elsie fast besser als Tatzen,
weil dann die Hände nicht weh tuen beim weiterbohneren.
Und Chopfnüss, findet das Elsie, wie sie dann öppen acht Jahre
später beim Melken sitzt, sind vill besser gewesen, als wenn der
Jakob amigs mit seinen Fäusten daherkommt.