23.00 Uhr / Regen, 2.9° C Der Youtube-Clip des Tages: Layla Zoe mit They lie
Fussball Barnet FC - Notts County FC 1:0 (0:0) Samstagnachmittag, The Hive, 1752 Zuschauer 93. Nicholls 1:0 Aktueller Tabellenstand der Bees: 24. (von 24) Endlich wieder ein (unerwarteter) Sieg. Und erst noch gegen einen der ältesten englischen Clubs und Aufstiegsanwärter aus Nottingham. Alles zum Spiel sagt und bebildert Loudmouth!
12.05 Uhr / schön, 3.2° C Musik Lieblingslieder (127): Ruuuuuuudy! Rostam aus dem Album Half-Light, USA 2017
Rudy gon' smell that shit In your clothes Rudy gon' tell you just What you know
Rudy gon' smell that shit In your clothes Rudy gon' tell you just What you know
On the night that Rudy was born Was a great thunderstorm and Mama knew that Rudy was Not like the other boys
Rudy said "I don't know" But you never did and you kissed him Rudy said "I won't be there" But you never were and she missed him for it Rudy said "what do you want that nobody else has thought about?"
Rudy said "I want it now But I don't know how to say it Anyway I thought it was"
Please just once look at it from the ground up It's not what you thought And it's awfully fucked up
Please just once look at it from the ground up It's not what you thought And it's awfully fucked up
21.45 Uhr / Nebel, 4.2° C Musik Lieblingslieder (126): Rival Black Rebel Motorcycle Club aus dem Album Specter at the feast, USA 2013
I got different debates, my eyes don't survive I'm living with the loss and we're livin' in denial Good thing you question who's gonna carry on There's no one to make then there's no one who can play along
I need a rival I need a rival I'm tired of the fools I'm killin' for survival I need a rival i need a rival I found my soul and I set it on fire I'm nothing like you, I'm not the innocent I'm just a sign, it's all gone wrong
We're nothing like you, we're not the innocent We're just a sign, it's all gone wrong Well I got the lip, but there's no one available I've seen at all before, and firing up a sandstorm I go to places no one should ever go I'm living like I knew what the hell I was looking for
I need a rival I need a rival I'm tired…
I need a rival I need a rival I'm tired of the fools I'm killing for survival I need a rival I need a rival I found my soul and I set it on fire
My souls on fire I live in superstition, my souls on fire I carry on the fight My souls on fire I live in superstition, my souls on fire I carry on the fight My souls on fire I live in superstition, my souls on fire I carry on the fight My souls on fire I live in superstition, my souls on fire I carry on the fight
We're nothing like you, we're not the innocent We're just a sign, it's all gone wrong
I'm nothing like you, I'm not the innocent I'm just a sign it's all gone wrong
14.00 Uhr / Regen, 8.1° C Der Youtube-Clip des Tages: Parekh und Singh mit Ghost
Film / Tribute to Harry Dean Stanton Lucky Tragikkomödie von John Carroll Lynch (nicht verwandt mit David Lynch), USA 2017
Ein Reptil sagt tschüss... Zu Beginn des Filmskraucht eine alte Schildkröte durch die Wüste. An die Kröte erinnert auch der Hauptdarsteller: Harry Dean Stanton, beim Dreh 90 Jahre alt, hat denselben dünnen Hals, dieselbe ledrige Haut. Und wenn er spricht, klingt er so rau, wie auch das Reptil klingen würde, wenn es denn sprechen könnte. Stanton spielt Lucky. Der Alte wohnt in einem abgeschiedenen Wüstenkaff, seine Tage verlaufen alle nach demselben Muster. Sofort nach dem Aufstehen zündet er sich eine Zigarette an und macht fünf Yoga-Übungen, während mexikanische Musik aus dem Radio plärrt. Rührend ist dieser runzelige Körper, Lucky wirkt sehr verletzlich in Unterhemd und Unterhose. Wenn er in Jeans und Lederjacke schlüpft, ist es ein bisschen so, als würde er sich einen Panzer überziehen. Er holt Zigaretten im Dorfladen. Wieder zu Hause, schaut er Gameshows. Mitunter greift er zum Telefon – mit wem er da spricht, erfahren wir nie. Der Film nimmt sich die Freiheit heraus, solche kleinen Geheimnisse für sich zu behalten. Ein Film aus Lebensweisheiten und Erzählungen Abends trinkt Lucky in seiner Stammbar eine Bloody Mary und führt mehr oder weniger tiefsinnige Gespräche. Mit Howard zum Beispiel, gespielt von «Twin Peaks»-Regisseur David Lynch. Dieser ist völlig verzweifelt: «Präsident Roosevelt ist abgehauen!» Er meint sein Haustier, die Schildkröte vom Anfang. Luckys Routine gerät erst ins Stocken, als er eines Morgens aus dem Nichts heraus in Ohnmacht fällt. Bleibende Schäden trägt er zwar nicht davon, aber es drängen sich ihm nun doch Gedanken an den nahenden Tod auf. «Lucky» hat sich als grosse Abschiedsvorstellung von Harry Dean Stanton erwiesen, ist der Schauspieler doch letzten September verstorben. Wenige Wochen zuvor lief der Film in Locarno. Stanton selbst reiste zwar nicht an, unter anderen aber die Drehbuchautoren Logan Sparks und Drago Sumonja. Wie sie erzählten, schrieben sie das Skript Stanton, mit dem sie gut befreundet waren, auf den Leib. Und angeblich haben sie nicht mehr gemacht, als Stantons Lebensweisheiten und Erzählungen aufzuschreiben und daraus eine sachte autobiografische Geschichte zu stricken. So war Stanton wie Lucky im Zweiten Weltkrieg in der Navy, diente auf einem Kriegsschiff als Koch. Der einfachste Job im Militär, daher der Spitzname Lucky. Regisseur John Carroll Lynch (nicht verwandt mit David Lynch) kam später hinzu. Der Schauspieler («Fargo») hatte nie zuvor Regie geführt, aber seine zurückhaltende, lakonische Inszenierung passt wunderbar zum ebenso spartanischen Spiel von Stanton. So ist das eine wundervolle Hommage an den vielbeschäftigten Nebendarsteller, der nur selten Hauptrollen übernahm – wie die des Aussteigers Travis in Wim Wenders’ «Paris, Texas» (1984). Ganz wie Lucky kam damals auch dieser Travis aus der Wüste. Neben solchen Anspielungen sind in «Lucky» diverse alte Bekannte zu finden. Eben David Lynch, für den Stanton schon oft vor die Kamera getreten ist. Oder da ist Tom Skerritt, der zuletzt vor fast vierzig Jahren zusammen mit Stanton in einem Film zu sehen war, 1979 in «Alien». In «Lucky» ist Skerritt ein ehemaliger Marine. Er und Lucky tauschen Geschichten aus dem Weltkrieg aus, und der Ex-Marine erzählt eine herzzerreissende Geschichte über ein kleines Mädchen, das ihm im Einsatz begegnete. Es ist in diesem Film nicht der einzige Moment, der einen zu Tränen rührt. Gregor Schenker, im Züritipp von heute
8.10 Uhr / Regen, 4.2° C Musik Lieblingslieder (125): Castles Saint Sister aus dem Album Madrid, Irland 2015
My mother is lonely, My father left early yesterday. My sister is tired,Her lover's a liar. And I, I am like my mother, But I'm like my father, too. And I, I'll take their answers, Paint them as something new. My mother is lonely, My father speaks only to himself. My sister's in danger, Her lover's a stranger. And I, I'm like my mother But I'm like my father too. And I, I'll build you castles, Then I'll knock them through. What are we without our chains? I will carry on this name. What are we without our chains? You and I are just the same. And I, I'm like my mother, But I'm like my father. And I, I'll build you castles, Then I'll knock them through. My mother is lonely, My father left early yesterday.
15.05 Uhr / Sturm, 9.2° C Musik Ron Sexsmith ist Rawnboy Der begnadete Singer/Songwriter aus Kanada ist mittlerweile auch schon 54. Auch wenn er immer noch aussieht wie ein Drittklässler, der zu schnell gewachsen ist. In den letzten Jahren hat er nicht mehr wirklich viel produziert. Gemäss einem Bericht, den ich letzthin gelesen habe, lebt er nun in einem heruntergekommenen Trailer Park, irgendwo in der American Pampa. Zufällig bin ich beim surfen auf Youtube auf einen Musikkanal von ihm gestossen. Unter dem Namen Rawnboy hat er Dutzende Cover-Versionen bekannter Songs aufgenommen und in seinen Youtube-Kanal gestellt. Nur er mit seiner Gitarre, in seiner Küche. Wunderbar gespielt und gesungen, voll Passion. Man glaubt manchmal, er fange gleich an zu weinen. Ganz Ron Sexsmith eben: Meisterhaft!