Montag, 10. Dezember 2012

21.30 Uhr / Schneefall, -2.2° C


Musik


Happy christmas time with
Sufjan Stevens

Der begnadete US-Indie-Musiker Sufjan Stevens schrieb seit über 10 Jahren jedes Jahr Weihnachtslieder, die er lediglich für seine Freunde und Bekannten produzierte.
Nach der Christmas-Box vor drei Jahren wurden jetzt diesen Herbst in einer Box viele dieser Lieder auch auf Alben verewigt.

Ich habe zwar mit Gott-Vater und allen anderen Götter und Heilsbringer nichts am Hut, mochte die Adventszeit aber schon immer ausserordentlich gern. Die dunklen Tage, den Schnee, die kitschigen Lichter in den Häusern und Gärten.
Und die schrägen Interpretationen der traditionellen Weihnachtslieder.

Und keiner trifft damit die Stimmung und das Flair dieser Zeit besser als Sufjan Stevens...

Idumea (bombastisch!)



Up on the housetop



X-mas spirit catcher



Holly jolly christmas



Sleigh ride

Sonntag, 9. Dezember 2012

16.30 Uhr / Schneefall, -2.3° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Josephine Foster mit A silly song



Fussball


FC St. Pauli - FC Erzgebirge Aue 0:3 (0:0)
Sonntagnachmittag, Millerntor, 20'470 Zuschauer (ausverkauft)
49. Hochscheidt 0:1, 76. Sylvestr 0:2, 89. Wiegel 0:3
Die Besten bei St. Pauli: Alle spielten ungenügend
Am Sonntagmorgen räumten 300 Freiwillige das Millerntor-Spielfeld vom Schnee

Desolate Kiezkicker gegen effiziente Erzgebirgler!

Auf dem schweren Geläuf des geräumten Spielfeldes zeigten die Pauli-Kicker eine weitere dürftige Vorstellung gegen ein doch auch als eher bieder einzustufendes Team aus Aue.

Für einmal wies die sonst meist standfeste Abwehr viele Unzulänglichkeiten auf.
Standen die Mannen in der ersten Hälfte noch mehr oder weniger gut, unterliefen ihnen im zweiten Abschnitt Fehler um Fehler. Den Untergang leitete Thorandt mit einer massgeschneiderten Kopfballvorlage auf den gegnerischen Stürmer ein...
Die beiden Aussenverteidiger Kalla und Schachten waren heute völlig von der Rolle.

Zum "Sturm" diesmal nur ein Satz. Eine Szene aus der 65. Minute (ich habe sie mir gemerkt...): Eine gute Flanke von links in den Strafraum der Auer. Da sind Ginczek und Buchtmann allein vor dem Goalie. Zuerst grätscht Ginczek daneben, dann grätscht Buchtmann daneben. Stümperhaft vom Feinsten. Vom Allerfeinsten.

Die Leistung in der zweiten Halbzeit gehörte wohl mit zum Schwächsten, was die Totenköpfe diese Saison abgeliefert haben.

Beim Gegner ist die Effizienz zu loben. Zu wirklich vielen Torchancen kamen sie auch nicht, sie verstanden es aber, die Nachlässigkeiten der Pauli-Hintermannschaft zu nutzen.

Aue ist mit diesem Sieg bis auf einen Punkt an St. Pauli herangekommen.



kalter und feuchter Nachmittag am Millerntor (Foto Eva, Hamburg)

Samstag, 8. Dezember 2012

19.45 Uhr / bedeckt, -5.3° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Xavier Rudd mit My own eyes (live)



Fussball


SC Brühl - Lausanne-Sport 1:3 (1:2)
Schweizer Cup, Achtelfinale
Samstagnachmittag, PGS, winterlich, 1250 Zuschauer
26. Tafer 0:1, 27. Tafer 0:2, 45. Sabanovic 1:2, 93. Khelifi 1:3

Prolog: Vorab das alljährliche Lamento. Es ist Dezember, Adventszeit. Es schneit die ganze Woche, jeden Tag. Es ist wunderschön winterlich. Es wird Samstag. Im Garten messe ich knapp 40 cm Schnee. Es ist minus 5 Grad. Und heute Mittag spielt der SC Brühl sein wichtigstes Fussballspiel des Jahres... Eine Woche lang haben städtische Angestellte und Freiwillige jeden Tag das Spielfeld vom Eis befreit, damit gespielt werden kann. Auf einem beinhart gefrorenen Fussballplatz. Was für ein Unsinn, was für Idioten in diesem Fussballverband. Da macht man jeden Sommer, in der besten Zeit zum Fussballspielen und -schauen fast drei Monate Sommerpause. Und kickt im tiefsten Winter.
Für mich gibt es nur eines: Nicht mehr an diese Winterspiele, die Verbandsoberen merken es erst, wenn sich niemand mehr im Stadion die Hacken abfriert.

So kamen denn heute an diesem herrlichen Wintertag auch nur 1250 Zuschauer zum Knüller gegen den A-Ligisten. Das ist einerseits jammerschade aber andererseits auch gut so. An einem schönen Sommerabend wären mit Sicherheit mindestens doppelt soviele gekommen! Mindestens!

Spielt Fussball im Sommer und macht im Winter Pause!

So habe ich mir denn in der warmen Stube die Bundesligakonferenz angeschaut und im PC auf dem Tisch den Liveticker aus dem PGS verfolgt.

Gemäss diesem haben sich die Brühler wacker geschlagen. Ein 2-Klassen-Unterschied sei nie auszumachen gewesen. Nach dem Doppelschlag der Lausanner, innert zwei Minuten, hatten die Kronen mehr Spielanteile und vor allem mehr Torchancen.
Auf dem Eisfeld standen sie nah am Ausgleichstreffer. Die Gäste konnten die Entscheidung erst in der Nachspielzeit realisieren.


Der zweifache Torschütze Tafer hat getroffen...


Barnet FC - Wimbledon AFC 1:1 (0:0)
Samstagnachmittag, Underhill, 3127 Zuschauer
64. Hyde 1:0, 84. Long 1:1

Später Ausgleich im Underhill.

Gegen das mitgefährdete Wimbledon waren die Bees lange Zeit auf gutem Weg.
Aber letztendlich reichte es wieder nicht für einen Dreier. Und der letzte Tabellenplatz gehört auch weiterhin den Bees.

Der angeschlagene Davids musste in der 68. Minute ausgewechselt werden.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

21.30 Uhr / leichter Schneefall, -4.1° C


Musik


Lieblingslieder (13):

Kirschen gibts an Sommertagen
(nur solang die Bäume tragen)
Nils Koppruch, aus dem Album Caruso, Deutschland 2010

Nils Koppruch (25. Oktober 1965 - 10. Oktober 2012) war ein Hamburger Kulturschaffender und Musiker. Bis 2006 war er Frontmann der Gruppe Fink, danach schrieb er als Singer/Songwriter viele wunderbare Lieder.



Kirschen gibts an Sommertagen (nur solang die Bäume tragen)

Herein“ steht an der Falltür
und „Willkommen“ sagt der Hai
es ist eine sonderbare Welt.
Du kannst in goldenen Schuhen durch die Gegend gehen,
und niemand sieht dir zu wenn du hinfällst.
Du kannst den Horizont in jeder Richtung sehen,
oder suchst den Boden ab nach Geld.
Manchmal steckst du fest und glaubst du kommst nicht wieder frei
und manchmal geht der Weg sich wie von selbst.

Refrain.

Jeder Tag ruft deinen Namen
ich wünsch' Glück an allen Tagen,
nichts ist besser als eine Liebe auf der Welt.
Kirschen gibt's an Sommertagen nur solang die Bäume tragen
und lebend gehen wir nicht mehr aus der Welt

Ich wünsch' dir alle Tage dass dein Licht hell brennt,
und einen der dich auffängt wenn du fällst.
Im Sommer einen Baum der voller Kirschen hängt
und einen den du liebst in dieser Welt.
In diesem Jahr gibt's Kirschen wenn der Sommer kommt
und wenn du deine Augen offen hältst,
kannst du dir die besten von den Bäumen nehmen.
Und lebend gehen wir nicht mehr aus der Welt.

Refrain. 2X

In diesem Jahr gibt's Kirschen wenn der Sommer kommt
und bis zum Abend scheint die Sonne hell.
Ich kämm' dir deine Haare unterm Junimond,
du bist geboren in diese Welt.

Refrain.

 


Mittwoch, 5. Dezember 2012

11.15 Uhr / Schneefall, -0.7° C


Musik


Lieblingslieder (12):

Slow Revolution
Alexi Murdoch, aus dem Album Towards the sun, Scotland 2011

Glück ist, sich in einen Sessel zu setzen, sich nach hinten zu lehnen, die Augen zu schliessen und Alexi Murdoch's Slow Revolution zu hören...



Slow Revolution

Martin was bright as he stood up and sang in the choir
His hearts all in pieces, was breaking, his head was on fire
They took him from that place and they buried him deep in the ground
Out with the light, quiet the sound
It's a slow revolution that quietly turns
As the true word burns
And all of the people marching together out cross the floor
And all that was after is now as it was before

Sylvia sat staring out into the depths of her room
Moment of light from her brain cut through the dark, pierced the gloom
Children voices were music, cam faint through the wall
From such a great height she looked down, there was only the fall
And it's a slow revolution that quietly turns
As the true word burns
And all of the people stomping out cross the floor

All that was after is now as it was before

So look at the shadows bent forward tryin' to break through the night
Huddled against the darkness, so close to the light
My voice is breaking out here in this wilderness
For I see a time that is coming, I see a time of change
Sun is burning the deserts, but water's filling the plains
Noah's chipping crazily away at his ark
While all of us ready ourselves to go into the dark
It's a slow revolution that quietly turns
As the true word burns
Yeah the true word burns
And all of the people marching dancing out cross the floor
And all of this matter soon won't matter much anymore


Montag, 3. Dezember 2012

11.15 Uhr / schön, 2.1° C
Der Youtube-Clip des Tages:
Imany mit I lost my keys



Fussball


FC Wil - FC Winterthur 4:0 (3:0)
Sonntagnachmittag, AFG-Arena, leichter Schneefall, -3° C, 1350 Zuschauer
2. Mouangue 1:0, 31. Mouangue 2:0, 45. Mouangue 3:0, 76. Audino 4:0
zwei Tore von Wil wegen angeblichem Offside aberkannt
Die Besten beim FCW(interthur): hahaha...

Blamage zum Abschluss!

Mit einer beschämenden Vorstellung verabschiedeten sich die FCW-Kicker in die Winterpause.

So trostlos die Atmosphäre in der riesigen AFG-Arena zu St. Gallen, so trostlos war der Nachmittag für die Löwen und ihren Anhang.

Der FCW hatte ja schon die beiden letzten Heimspiele gegen Locarno und Aarau mit einer eher dürftigen Leistung aufgewartet, aber dort immerhin noch Punkte eingefahren.
An diesem bitterkalten Sonntagnachmittag schnitzerte aber auch die sonst jeweils so stabile Hintermannschaft am Laufmeter.

Ueberhaupt: Der FC Wil dominierte die Partie von der ersten bis zur letzten Minute derart klar, dass der hohe Sieg schlussendlich eher zu knapp ausfiel. Die Wiler schossen noch zwei Tore mehr, die wurden aber wegen angeblichem Offside nicht gegeben.
Den Wilern gebührt ein grosses Kompliment: Das Team muss jede Saison jeweils den Grossteil der Mannschaft abgeben und verkaufen, die Verantwortlichen schaffen es aber mit ihrem Fussballverstand immer wieder gute unbekannte Spieler zu verpflichten und mit ihnen an der Spitze mitzuspielen. Chapeau! Gestern überragte der Kameruner Mouangue, der in der ersten Halbzeit einen blitzsauberen Hattrick schoss.

Ueber Boro Kuzmanovic und sein Team sei der Mantel des Schweigens gelegt.
Allen eine kreative Winterpause und die besten Wünsche für einen erfolgreichen Start ins neue Fussballjahr!




FC Basel U21 - SC Brühl 3:1 (3:1)
Samstagnachmittag, Leichtathletik-Stadion St. Jakob, 130 Zuschauer
10. Frrokaj 0:1, 27. Vuleta 1:1, 29. Aratore (Foulpenalty) 2:1, 40. Aratore 3:1
70. Platzverweis Mehmeti (grobes Foulspiel)

Wieder einmal eine Niederlage...

Gegen den neuen Tabellenführer waren die Kronen für einmal chancenlos.

Die zweite Garnitur der Basler machte in der ersten Halbzeit schon alles klar und kontrollierte den Match im zweiten Durchgang sicher.

Der SC Brühl überwintert nun auf dem guten 8. Tabellenplatz.

Und am nächsten Samstag steht, sofern der Wettergott mitmacht, das grosse Cup-Spiel gegen Lausanne statt.


1970: Fussballbegeisterung beim Stadtmatch bei den Kronen!

Samstag, 1. Dezember 2012

22.30 Uhr / bedeckt, -3.3° C
Der Youtube-Clip des Tages: Zum 1. Advent
Sufjan Stevens mit Christmas in the room



Fussball


FC St. Pauli - 1. FC Kaiserslautern 1:0 (0:0)
Samstagnachmittag, Millerntor, 21'045 Zuschauer (ausverkauft)
67. Ginczek 1:0
Die Besten bei St. Pauli: Tschauner, Thorandt, Funk

Kiezkicker sorgen für die erste Niederlage von Kaiserslautern!

In einem Spiel, das lediglich in der letzten Viertelstunde etwas Pfeffer beinhaltete, kam
St. Pauli zu einem doch eher unerwarteten Dreier.

Die erste Halbzeit war eine echte Nullnummer. Vom Resultat und vom Spiel.
Kaiserslautern hatte viel mehr Spielanteile ohne aber wirklich druckvoll zu spielen.
Dreimal trafen sie nur den Pfosten, das heisst eigentlich zweimal, der dritte Pfostenknaller war eine völlig verunglückte Abwehr von Kalla, der das Leder aufs eigene Tor drosch, glücklicherweise aber nur den Pfosten traf.
St. Pauli, gewohnt solide in der Verteidigung, hatte in der ersten Halbzeit keine einzige Torchance.

Im zweiten Durchgang änderte sich vorerst nichts. Die roten Teufel spielten pomadig und fahrig, ohne Zug zum Tor. Sie kamen lediglich noch zu einer grossen Torchance. Tschauner konnte das Geschoss mit den Fingerspitzen noch zum Corner ablenken.

Die Kiezkicker lancierten ihren ersten halbwegs gefährlichen Angriff in der
60. Spielminute (!). Der zweite Angriff, in der 67. Minute, wurde schnell über den linken Flügel vorgetragen, die präzise Flanke auf Ginczek verwertete dieser sicher.

Nach dem Führungstreffer, völlig entgegen dem Spielverlauf, wurde das Spiel offener und unterhaltsam. Kaiserslautern versuchte Druck zu machen und St. Pauli hatte dadurch die Möglichkeit auch einmal zu kontern. Eigentliche Torchancen blieben aber bis zum Schlusspfiff Mangelware.

Bei St. Pauli überzeugte die Hintermannschaft in defensiver Hinsicht. Im Spiel nach vorn machten die beiden Aussenverteidiger Schachten und Kalla aber zu viele Fehler.
Im Mittelfeld verdiente sich diesmal Funk die beste Note, Kringe war zwar omnipräsent, machte aber zu viele Fehler.
Von den Offensivkräften war einzig Ginczek befriedigend. Dies auch nur, weil er den Siegestreffer schoss. Aber genau dafür ist der Mittelstürmer ja da.
Buchtmann war überfordert wie immer, Thy konnte seine Chance nicht nützen.
Wie genügsam und dankbar die Fans am Millerntor sind, zeigte sich an der Leistung von Gogia: Nach über einer Stunde gewann er das erste Mal einen Zweikampf, das heisst, er dribbelte am Flügel gleich zwei Lauterer ab. Und das Publikum tobte, schrie und klatschte, als hätte er eben das entscheidende Tor zum WM-Titel geschossen... Einige Minuten später gewann er dann nochmals einen Zweikampf, das wars dann aber auch schon.

Der Sieg war wichtig für das Team.
Er gibt Selbstvertrauen und einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegsplätze.


Paulianer vor dem Stadion beim Mannschaftsbus der roten Teufel.
Foto: Eva, Hamburg


Barnet FC
spielfrei (FA-Cuprunde)